by Fabian Catoni List

Konzertbericht Leoniden (sold out)
Support: Blond

Beatpol
16.02.2019

Was habe ich erwartet? Die Show war restlos ausverkauft und so reihen sich junge Livemusik-Begeisterte vor und in den Hallen eines der besten Venues in Dresden: dem Beatpol. Auch die Jacken in der kaum vorhanden Garderobe türmen sich und die Vorfreude steigt. So kämpfe ich mich zu meinem Platz vor dem Tonpult und bereite mich auf das Konzert vor.

Als Support Band bekommen wir unsere Lieblinge von Blond zu sehen, die mal wieder mit ihren Choreografien unsere Herzen erobern. Neben Tanzeinlagen und satten Bässen, bekommt man hier auch die richtige Portion Indie serviert. Dabei überzeugen Blond mit ihrem souveränen Auftreten und ihrem bekannten Witz. Neun Shows spielten die beiden Bands nun in den letzten Tagen und Wochen zusammen, mit der Dresdner Show als kleines Tourfinale. Dies merkt man den Musikern auch an. Nicht etwa anhand von Erschöpfung oder tiefen Augenringen, sondern an der Interaktion innerhalb und zwischen den Bands. Hier ist man Freund und kein Kollege.

Mit einem perfekt vorgeheizten Publikum vor der Bühne betreten nun die Jungs von Leoniden das Rampenlicht. Schon lange beobachte ich die Entwicklung der Kieler Band und eines fällt mir sofort auf: der Sprung der Professionalität im Auftreten, angefangen beim Weg auf die Bühne, gepaart mit einer nahezu perfekten Lightshow, bekommt man hier nicht nur was für die Ohren sondern auch was für die Augen. Vor nicht all zu langer Zeit füllten Leoniden noch das Ostpol, um jetzt das Beatpol komplett mit Fans auszuverkaufen. Die Freude darüber sieht man in den Gesichtern der Musiker, was sich auch auf das Publikum überträgt, die nun ihre Lieblingssongs mitsingen. Neben einzelnen tanzenden Gruppen bilden sich bei so gut wie jedem Song riesige Moshpits vor der Bühne, welche mit Stagedives von Sänger Jakobs Seite erwidert werden. Was braucht man mehr? Das volle Live-Paket eben.

Erst hat mich die Paarung Leoniden + Blond überrascht. Rein musikalisch würde ich die beiden Acts unterschiedlich einordnen. Allerdings habe ich beide schon unabhängig voneinander live erlebt und muss sagen, dass sich das gute Feeling, welches bei den Konzerten aufkommt, kaum voneinander unterscheidet. Ausschließlich positive Stimmung, treue Fans, die jeden Text mitsingen können, dazu ausgiebiges Tanzen oder Moshen. Als Krönung des Abends performen Leoniden und Blond den 2008er Hit “That’s Not My Name” von The Ting Tings bevor “Nevermind” des 2017er self-titled Albums angestimmt wird, mit einer der bekanntesten Songs der Kieler Band.

Hier kommt richtig Festivalstimmung auf, denn fast jeder im ausverkauften Beatpol singt mit, wenn die Hook des Songs einsetzt.

Zusammengefasst kann man sagen: solltet ihr die Chance bekommen die Jungs von Leoniden live zu erleben, nutzt diese Chance, vor allem wenn man dazu eine große Portion Blond bekommt. Beeilt euch aber beim Kartenkauf, denn die meisten Deutschland-Termine sind bereits ausverkauft. Blond bekommen wir in Dresden das nächste mal zur großen BLOND Gala am 4. Mai zu sehen, diesmal in der Scheune.